Gerhard Lichtenfeld "Musenbrunnen" 1976

Bronzestatue mit zwei nackten, sich umarmenden Figuren, eine sitzend, eine kniend, die eine Art tragenden oder stützenden Bewegung ausführen, auf einem Sockel vor einem historischen Backsteingebäude.

Vor der Ulrichskirche, die seit ihrer Säkularisierung 1976 als Konzerthalle und für Kulturveranstaltungen genutzt wird, gestaltete der hallesche Bildhauer Gerhard Lichtenfeld eine den Schönen Künsten gewidmete Brunnenplastik mit vier Musen: der Lyrik, des Gesangs, des Tanzes und der Komödie. Die Aktfiguren krönen einen schmalen, vier Meter hohen Sockel, aus dem das Wasser in das Brunnenbecken fließt. Gerhard Lichtenfeld war ein bedeutender Bildhauer der Stadt, der zahlreiche Plastiken für den öffentlichen Raum schuf und zudem eine ganze Generation von Bildhauern ausbildete und prägte – er war bis zu seinem Tod 1978 in verschiedenen Positionen als Lehrer und Professor für Bildhauerei an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle - Burg Giebichenstein tätig. Er selbst erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1946 bis 1952 bei Gustav Weidanz, dem Begründer der halleschen Bildhauerschule.

Leipziger Straße , 06108, Halle (Saale), vor der Konzerthalle Ulrichskirche

Copyright: David Köster