Bernd Göbel "Bücherverbrennung 1933" 2008

Ein taktiles Bodenleitsystem aus Metall mit erhabenen Braille-Zeichen und Pfeilen, das blinden Menschen als Wegweiser dient, vermutlich für eine bestimmte Richtung oder einen Zielort.

Bernd Göbels Gedenktafel erinnert an das Verbrechen der Nationalsozialisten, die 1933 auch auf dem Universitätsplatz in Halle Bücher von über 140 Autoren verbrannten, unter anderem von Heinrich Heine. Auf der Tafel mahnen denn auch Heines Worte aus dem Jahr 1821: „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“. Mehr als hundert Jahre vor den Ereignissen von 1933 hatte sich Heine in seinem Stück „Almansor“ auf die Bücherverbrennungen bezogen, die während der Rückeroberung der spanischen Stadt Granada durch Truppen der Katholischen Könige um 1500 stattfanden.


 

Universitätsplatz, 06108, Halle (Saale)

Copyright: David Köster