Bernd Göbel "Hodscha-Nasreddin-Brunnen" 1980
Diese Brunnengestaltung gehört zu Bernd Göbels frühen Arbeiten, die er für den öffentlichen Raum in Halle-Neustadt realisierte. Der Hodscha-Nasreddin-Brunnen hatte seinen ursprünglichen Standort im so genannten Kinderdorf südlich des ehemaligen Wohnkomplexes I. Um Hodscha Nasreddin – das orientalische Pendant zum deutschen Till Eulenspiegel – ranken sich viele Mythen; seine Geschichten sind von Italien bis Indien weithin bekannt. Göbels Nasreddin schaut hoch oben von einer Säule auf drei unbeliebte Machtgestalten herab; einen dicken Emir, der auf einem Untertan sitzt, einen Polizeichef, der Leute einsperrt, und einen Wucherer, der seinen Schuldnern Schwein, Schaf und Huhn wegnimmt. 2001 erhielt der Brunnen bei der Umgestaltung des Zentrums Neustadt seinen heutigen Standort. Der Lichtenfeld-Schüler Bernd Göbel war bis zum Jahr 2008 Professor an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.
Neustädter Passage, 06122, Halle (Saale)


